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Verzug zum Nachbar hinüber, den er noch in voller Arbeit antraf. Daher vernahm er ſein eigenes Wort nicht, obſchon er mit lauter Stimme die Worte ſeines Vaters herſagte. Der Kupferſchmidt ſah und hörte den jugendlichen Boten nicht, ſondern ſchaute unverrückt auf den Rand eines großen Waſchkeſſels nieder, welcher der Gegenſtand ſeines Hämmerns war. Eben ſo wenig be⸗ merkte ihn Heinrich Hüfner, welcher mit dem Nachbars⸗ ſohn im gleichen Alter ſtand und jetzt den Keſſel auf dem Ambos feſtzuhalten bemüht war. Erſt dann, als Meiſter Hüfner eine Pauſe machte, konnte ſich Auguſt ſeines Auftrages entledigen, welcher dem Kupferſchmidt ganz unerwartet kam.
„Wie?“ ſprach derſelbe erſtaunt—„Dein Vater will mein Hämmern nicht leiden? Will meine Wertſtatt in meinen Hofraum verſetzt wiſſen? Potz Gurkenſallat und Pfefferkraut! Da mag mir dein Vater erſt eine Werkſtatt hinten bauen und mir bei der Arbeit das Licht halten, wenn ich nichts ſehen kann. Warum hat er denn in meiner Nähe ſich angekauft, he? War ich nicht eher hier als er und ſoll ihm nun aus dem Wege gehen? Glaubt er etwa, daß ein Kupferſchmidt auf Inſelt loshämmere, anſtatt auf hartes Kupfer? Sage deinem Vater, mein Söhnchen, daß, wenn er das Fett und Inſelt zu ſeiner Seife und zu ſeinen Lichtern, das mit ſeinem übeln Geruch die Luft weit umher verpeſtet, draußen vor der Stadt ausſchmelzen wollte, ich auch dann meine Werkſtatt in den Hof verlegen würde. Da


