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rühmter oder auch berüchtigter Menſchen, trifft man häu⸗ ſig als Zimmer⸗und Wandzierde an. Aber wohl ſelten oder nie werden eben ſolche ſtill verklärte, dankbare Blicke denſelben zu Theil, als der Familienvater und die Fami⸗ lienmutter der damaligen Hersfelder dem Bilde Linggs zuſendeten, wenn ſie vergnügt in dem Kreiſe der Ihrigen oder beim heiteren Mahle ſaßen.
Selbſt der damalige Regent von Baden, Linggs Lan⸗ desherr, ehrte denſelben wegen Hersfelds Erhaltung ſehr hoch und nannte ihn nie anders als den Mann von Hers⸗ feld. Auf die Veranlaſſung des Landgrafen von Heſſen Phillippsthal, welcher Lingg perſönlich kannte und hoch⸗ ſchätzte, überſendete der Letztere ſpäter zwei lithographirte Bildniſſe von ſich, eins der Stadt Hersfeld, das andere dem Rath Harter. In dem Rathhausſaale zu Hersfeld haͤngt Linggs in Oel gemaltes, lebensgroßes Abbild in einem prachtvoll verzierten Goldrahmen und ſo lange Hersfeld ſteht, wird ſich die Kunde von Linggs edelmüthi⸗ ger That von Kind auf Kindeskind fortpflanzen. So bleibt das Andenken des Gerechten in Segen, während dasjenige der Eroberer und bloßen Kriegshelden mit ihrem Untergange oder Tode zu erlöſchen pflegt.
Napoleon glaubte ſeinen Rachebefehl an Hersfeld für vollzogen und es fiel Niemandem ein, ihn aus dieſem Irrthum zu ziehen oder Hersfeld zum zweiten Male den Flammen zu überliefern.
Linggs Verweilen in Vacha währte nur einige Tage, dann zog er, von den Segenswünſchen der von ihm ge⸗ retteten Tauſenden begleitet, zu neuen blutigen Kämpfen


