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„Das zu hören iſt mir lieb“— fuhr Lingg fort und ein Freudenblick erhellte für einen Augenblick den Ernſt ſeiner Züge.„Auch ich bekenne gern, daß ich in dieſer Stadt eine freundliche Aufnahme gefunden habe, daß man mir von allen Seiten mit Liebe und Vertrauen ent⸗ gegen gekommen iſt. Hat jemand unter euch vielleicht entgegengeſetzte Erfahrungen gemacht?“
„Nein!“ antwortete das Bataillon wie ein Mann.
„Nun denn, Kameraden“— ſprach Lingg weiter— „für dieſe euch erwieſene Liebe, Freundſchaft und gute Verpflegung erlaubt man euch, nicht nur eure Wirths⸗ leute, ſondern alle Häuſer ohne Unterſchied— auszu⸗ plündern. Dieſe Erlaubniß ertheilt euch dieſes kaiſer⸗ liche Schreiben“— das hoch erhobene, entfaltete Papier knitterte in Linggs leiſe zitternder Hand.„Die Stunde
iſt da— niemand wird und darf euch am Plündern hindern. Wer unter euch von der kaiſerlichen Erlaubniß Gebrauch machen will— der trete aus dem Gliede.
Doch“— Linggs Stimme bebte hier vernehmlich— „ich fürchte nicht, daß ich in Zukunft eine Schaar von Räubern, anſtatt von biedern Deutſchen befehligen ſoll.“
Hier ſchwieg der Oberſtleutnant. Eine lautloſe Stille herrſchte über dem wie aus Stein gehauenen Kriegerhau⸗ fen. Keiner von ihnen rührte ſich. Kein Fuß erhob ſich zum Heraustreten. Der Secunden mehrere ließ Lingg ſeine Blicke forſchend und ſtumm über die Reihen ſeiner Leute hin⸗ und herwandern. Die Regungsloſigkeit derſelben währte fort.
Da rief der Oberſtleutnant mit, vor— freudiger


