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Lamento's in der ganzen Stadt. Was Sie da ſagen, traue ich den braven Badenern nicht zu, welche ſich bisher im Vergleich mit den Franzoſen wie die Lämmer gegen uns benommen haben.“
„Es iſt gut, ſich auf das Schlimmſte gefaßt zu machen—“ erwiederte Corduan—„und habe ich nur im Allgemeinen Ihrem Herrmann das Plündern vorge⸗ malt. Deſto beſſer für Hersfeld, wenn ich zu ſchwarz gemalt habe.“
„Werden denn die Soldaten auch unſern ſchönen Guckekaſten plündern?“ fragte Herrmann angſtvoll.
„Mit ſich fortnehmen, ſchwerlich—“ entgegnete Cor⸗ duan—„aber vielleicht mit den Füßen zertreten und die Bilder in Stücke zerreißen.“
„Ach, das wäre ſchrecklich!“ klagte Herrmann.„Vater, verſtecke doch den Guckekaſten, wo du deine Flinte hatteſt.“
„Dann verbrennte er ja, wenn das Haus in Flammen geſteckt wird—“ rief Valentin.
„Nun, da nehme ich ihn mit—“ ſagte Herrmann— „wenn wir an's Ausreißen gehen, und bitte die Soldaten ganz ſchön, daß ſie mir den Guckekaſten laſſen.“
Ein jedes packte nun ein, was ihm das Liebſte, Theuerſte und Unentbehrlichſte war. Es wurden kleine und große Bündel gemacht und Jedem ſeine Laſt beſtimmt die er mit ſich forttragen ſollte. Am drolligſten nahm ſich der Maler aus, als er verſuchsweiſe mit ſeiner Staffelei, ſei⸗ nen Mappen, Bildern, Pinſeln, mit ſeinem Farbekaſten und ſeinen Kleidungsſtücken ſich behing, unter den einen Arm die Kaffeemühle, unter den andern einen alten Regenſchirm,


