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ein Trupp Knaben, welche Soldaten und Krieg ſpielten, was alte Leute als eine ſchlimme Vorbedeutung anzu⸗ ſehen pflegen. Man hätte ein ſolches Spiel damals eben ſo gut eine Nachbedeutung nennen können, denn leider war in den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts und in den erſten des gegenwärtigen der Krieg an der öfteren Tagesordnung.
Wie bei den wirklichen Soldaten, hatte ſich auch bei den kleinen hier einer der Knaben zum Anführer und General aufgeworfen. Derſelbe war gleichfalls ein Be⸗ wohner des Harter'ſchen Hauſes und der Sohn eines Poſtpackers, Namens Andreas Simon. Andreas ſtand in dem Alter von 12 Jahren, war für dieſes Alter mehr klein als groß, beſaß aber einen entſchloſſenen und that⸗ kräftigen Geiſt, den er mit ſeiner Mutter theilte. Indem die Familie Woller in die Nähe des jugendlichen Kriegs⸗ heeres trat, hörte ſie ihren Bausgenoſſen Andreas mit befehlender Stimme ſprechen:
„Körners Auguſt und die drei Steinbacher ſind die Franzoſen, Blümmers Gottlob mit ſeinen Brüdern die Oeſtreicher und ich mit Pötzſchens Wilhelm die Preußen. Hanſchen's Margarethe dort ſtellt die Engländer vor und ſieht blos zu, wenn wir Bataille machen. Die Franzoſen beſetzen das Erlenbüſchchen und wir greifen ſie an und treiben ſie in die Flucht.“
„Nicht wahr?“— murrete Körners Auguſt—„zu Franzoſen und zum Durchprügeln ſind wir gut genug? Ich mag kein Franzoſe ſein! Die ſchlechten Franzoſen haben ihren König, ihre Königin und noch viele andere
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