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zärtlich und ſorgſam in ihren Armen trägt wie ihr ge⸗ liebtes Püppchen. Enthält es noch obendarein meiſtens nur Strohhalme ohne Aehren!“
„Sie iſt ſo ſtolz darauf“— hob Herrmann an— als ob ſie ein ganzes Kornmagazin umfaßte.“
„Nicht ein Groſchenbrot kann man aus dem ganzen Bündel backen,“ ſpottete Valentin.
„Verderbt dem Kinde die Freude nicht“— ermahnte Frau Woller.„Unſere Linel hat nach ihren ſchwachen Kräften geſchafft, ſich tapfer gebückt und geſchwitzt, dazu kein verdrießliches Wort fallen laſſen oder eine mürriſche Miene gezogen.“*
„Seht! Seht!“ rief jetzt Valentin, Alles vergeſſend aus:„Da kommt Harters Benno mit ſeinem Reitknecht geritten!“
Die Füße ſämmtlicher Kinder wurzelten feſt, und ſo⸗ gar Frau Woller blieb ſtehen, um den ſilberglänzenden Huſarenleutnant zu betrachten, dem ein Reitknecht in ſchmucker Dienſtkleidung nachritt.
Der Rath Harter war der Beſitzer des Hauſes, in deſſen Dachſtübchen die Familie Woller wohnte, und der Leutnant Benno ſein jüngſter Sohn, den Valentin und Thereſe ſchon als 15 jährigen Jüngling gekannt hatten.
„O wie ſchön!“ ſprach Valentin unter einem tiefen Seufzer, und Thereſe, ſo wie Herrmann, ſtimmten bei. Wirklich war der junge, ſchlankgewachſene und wohlge⸗ bildete Huſarenleutnant in ſeiner reichen und glanzvollen
Tracht eine beſtechende Erſcheinung. Er ſaß auf einem
ſtolzen Rappen, der ſo ſchwarz wie Ebenholz war und *


