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Des Königs Kind : eine geschichtliche Erzählung für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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ſeinen häßlichen Warzen! Faules Thier! wirſt du dich gleich hinwegbegeben?

Süperbe langte nach einem anſehnlichen Steine, um ihn nach der Kröte zu ſchlendern. Indem ſie den Stein aufhob, erblickte ſie unter denſelben zwei dicke Regenwürmer, welche dort Schutz und Kühlung auf der feuchten Erde geſucht und gefunden hatten.

Brrrr! ſprach das Mädchen, nochmals ſich ſchüttelnd. Ekelige Regenwürmer! Bin ich heute zu ſolchen abſcheu⸗ lichen Geſchöpfen verſehen? Nun fehlen nur noch, um das Kraut fett zu machen, die fürchterlichen Ohrwürmer mit ihren Gabelzangen. Aber beſſer thue ich, wenn ich dieſer ekelhaften Nachbarſchaft aus dem Wege gehe.

Süperbe veränderte hierauf ihren Sitz, allein nur um neuen Plagen ausgeſetzt zu werden. Nicht lange und ſie fühlte an ihren nackten Füßen ein brennendes Stechen, wel⸗ ches von etlichen Ameiſen herrührte, deren Neſt gar nicht weit von Süperbes Niederlaſſung ſich befand.

Unnützes Geſchmeiß! zürnte die Ziegenhirtin, indem ſie theils die Ameiſen von ſich abſtreifte, theils mit den Fin⸗ gern zerdrückte.Ich thue euch ja nichts zu Leide: warum laßt ihr mich nicht in Ruhe?

Süperbe in ihrem Unmuthe ſtörte mit ihrem Peitſchen⸗ ſtiele den Ameiſenhaufen auseinander, wodurch ſie in dem⸗ ſelben die größte Verwirrung anrichtete. Der ganze Sand⸗ haufen bedeckte ſich mit den ſchwärzlichen Thierchen, welche vor allen Dingen ihre Puppen, oder ſogenannten Eier, in Sicherheit zu bringen ſtrebten. So ſind zärtliche Aeltern dar⸗ auf bedacht, bei Brandunglück zuerſt ihre Kinder aus den