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Des Königs Kind : eine geschichtliche Erzählung für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Sogleich! erwiederte dieſer.Die paar Schoten, welche des Maire's Gänſe verzehren, werden unſern gnädi⸗ gen Herrn nicht arm machen. Deſſen Wild thut ſich ja auch in den Feldern der Bauern manche Güte und darf deshalb kein Hahn darüber krähen.

Alſo verdrießlich brummend und aus ſeiner Pfeife dam⸗ pfend, verließ Griſſard die Stube und Hütte.

Wecke deine Geſchwiſter, Kind! gebot nun Frau Mal⸗ mier ihrer Tochter.Indeß ſie ſich waſchen und anziehen, will ich das Loch in Roberts Hoſen flicken, das der Wild⸗ 1 fang geſtern Abend geriſſen hat.

Das habe ich bereits gethan ſprach Almanur weiß ich nicht, ob ich es recht gemacht habe. Sieh her, Mütterchen!

Das iſt brav von Dir lobte die Mutterund die Arbeit recht ordentlich gefertigt. Trage Deinen Bruder

die Hoſen hinaus und ermuntere ihn, ſo wie Liſetten. Nicht lange währte es, ſo traten mit Alma ein Knabe von 8 und ein Mädchen von 6 Jahren aus der Kammer in die Stube, wo ſie auf ihre Mutter hineilten, dieſer mit Herzlichkeit einen guten Morgen boten und von derſelben einen Kuß erhielten. Hierauf gingen ſie an den Brunnen,

bei welchem Alma Sorge trug, daß ſich ihre kleineren Ge⸗ ſchwiſter gehörig wuſchen. Mit friſch rothen Wangen und munter glänzenden Augen kehrten jene in die Stube zurück, aus der Mutterhand ihr Frühſtück zu empfangen, welches, wie ſchon gedacht, aus einem Stück Schwarzbrot mit Salz beſtand, worauf ein Trunk kryſtallhellen, kalten Waſſers wie Nektar ſchmeckte.