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Des Königs Kind : eine geschichtliche Erzählung für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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11 wo tüchtig gequalmt wurde, fuhr er wie vor dem Fegefeuer zurück und ſagte ſich ſchüttelnd: Ich möchte nur wiſſen, was dieſe Menſchen für ein Vergnügen an dieſem Teufels⸗ geſtank hätten! Ebenſo ſpreche ich von den Trüffeln, welche derſelbe König, wie alle ſeine Großen des Reichs, ſo theuer bezahlt und allen anderen Gerichten vorzieht. Meinet Ihr nicht auch, Frau Nachbarin, daß ein Teller voll ge⸗ bratener Steinpilze beſſer mundet, als die gerühmten Trüf⸗ feln, welche bald wie gekochte Schuhſohlen oder Korkpfropfe ſchmecken?

Ich würde ſehr undankbar ſein verſetzte Frau Malmier wenn ich auf die Trüffeln ſchimpfen wollte, denen ich und meine Kinder alljährlich unſere Kleidung ver⸗ danken. Uebrigens bekommt unſer Hund mehr von den Trüffeln zu ſchmecken als wir, damit er auf der Trüffelfährte bleibt. Der Geſchmack iſt nun einmal verſchieden.

Nachbar Griſſard! Nachbar Griſſard! rief hier Alma aus, welche durch das Fenſter ins Freie geblickt hatte ſeht dort des Maire Gänſe in dem Erbſenfelde der Herrſchaft!

Ha! ich gehe, ihnen die Wege zu weiſen erwiederte Griſſard, indem er aufſtand und ſeinen Spieß in die rechte Hand nahm.Habt Ihr ſchon Euern Kaffee oder Thee getrunken, Frau Nachbarin?

Der Brunnen draußen iſt unſer Kaffee und Thee, zu einem Stück Brot, mit Salz gewürzt antwortete Frau Malmier lächelnd.Nur Sonn⸗ und Feiertags gönnen wir uns einen Kaffee, der dann um ſo beſſer mundet.

Die Gänſe! vergeſſt die Gänſe nicht! erinnerte Alma den ſäumigen Flurſchützen.