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Des Königs Kind : eine geschichtliche Erzählung für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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es dem nieſenden Mädchen nach.Neckiſches Ding, das Nieſen! ſprach er.WVelch eine Verſchiedenheit im Tone! Der Eine nieſet:Hau zu! Der Andere:Hapzich! Ein Dritter brüllt wie ein Stier. Ein Vierter ahmt das Geräuſch eines Waſſeerfalles oder eines zuſammenbrechenden, dürren Baumes nach. Die Frauen und Kinder nieſen im Gegenſatz zu dem groben Mannsvolk gar zimperlichHatzieh oder gar nurHtz htz, während nur ſelten eine aufgröhlt wie eine Geſpießte. Dabei hat jeder Schnupfer eine an⸗ dere Art zu ſchnupfen, und wäre ich ein Maler, ſo malte ich eine ganze Reihenfolge von Priſennehmern, von denen ein Jeder eine andere Stellung und Geberde annimmt.

Frau Malmier, welche mit einem brennenden Holzſpan hereintrat, machte dem Selbſtgeſpräch des Flurſchützen ein kurzes Ende. Denn während Griſſard ſeine Pfeife in Brand ſetzte, hob er abſetzend wieder an:Dank Euch, Frau Nach⸗ barin! Nun iſt meiner Pfeife und mir geholfen! Ha! welch' ein Göttergenuß! Das ſchmeckt! Das riecht! Tauſend Schock Neunaugen! Der König von Frankreich hat mehr wie tauſend Millionen jährliche Einkünfte. Den⸗ noch tauſchte ich nicht mit ihm, denn er raucht nicht darf nicht rauchen, wenn er auch wollte die Königin leidet's nicht und die übrigen Damen bei Hofe auch nicht. Armer Ludwig! Sollteſt gemeiner Soldat geweſen ſein wie Griſſard, ſollteſt das ſchwarze, grobe Commisbrot eſſen, in der Wachſtube unter hundert üblen Gerüchen ſtecken, im beißigen Morgennebel auf Poſten ſtehen müſſen würdeſt Deine Pfeife pläffen wie Griſſard und Dich tröſten. Als der jetzige König von Frankreich einſt in eine Wachſtube trat,