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taub bei dem herzzerreißenden Schmerz der verzweifeln⸗ den Mutter. Da habe ich mich mit dem Kinde aufge⸗ macht und bin von Plymouth nach London gereiſet. Dort habe ich den Miniſter Sidney ſo lange angefleht, bis er die Erlaubniß zur Wiedervereinigung der Mutter mit ihrem Kinde und Manne ertheilte. Hier iſt das Schreiben und da auch die Geldſumme, welche das all⸗ gemeine Mitleid zum Beſten dieſes Kindes in London eingeſammelt und mir anvertraut hat. Nehmt und laſſet uns in Frieden weiter fahren, denn das Schiff liegt
ſegelfertig im Hafen und geht mit dem erſten günſtigen
Windhauche in See. Eine einzige Viertelſtunde vermag das Lebensglück von drei Menſchen zu vernichten. Habt Erbarmen, auf daß ſich unſer Herrgott auch eurer einſt erbarme.“
„Wer biſt Du denn“— fragte ein Räuber—„der Du die Worte wie Honigſeim über Deine Lippen fließen läſſeſt?“ „Ich bin Simpſon, der Kerkermeiſter von Norwich“ — erwiederte dieſer—„und Ihr werdet meine Ausſage in dem Schreiben des Miniſters beſtätigt finden.“
Die Räuber zogen ſich etwas zurück und beſprachen ſich leiſe unter einander. Man nahm eine der Wagen⸗ laternen herab und durchging bei deren Lichte den Inhalt des Schreibens. Dann hielt einer von den Räubern die Laterne vor Simpſons Geſicht und ein Anderer betrach⸗ tete daſſelbe forſchend.
„Er iſt's!“ ſprach jener zu ſeinen Kameraden. Nun erfolgte wieder ein halblaut geführtes Geſpräch, nach


