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„Der Bube hat eine tüchtige Bruſtentzündung“— ſprach Doctor Bilkoff, nachdem er Wilkins Zuſtand unter⸗ ſucht hatte.„Ich werde ihm eine Anzahl Unzen Bluts abzapfen und hoffe dadurch die Entzündung zu beſeitigen, ſollte der Patient, welcher mir eben nicht viel Lebens⸗ kräfte zu beſitzen ſcheint, auch vor Schwäche daraufgehen. Nicht ſelten aber kommt eine ſolche böſe Wurzel eher wieder auf, als das einzige edle Reißlein eines reichen Lords, das die ſorgfältigſte Pflege und Abwartung erhält. Zwar wäre das ein halbes Wunder, ſintemal in dieſer Zelle eine Kälte und feuchte Grabesluft herrſchen, welche zur Bruſtentzündung paſſen, wie Backofenhitze für einen Eiskeller. Allein dieſe Art von Menſchen hat ſo zähes Leben wie die Katzen und kann oft nur durch die hanfene Schlinge todt gemacht werden.“
Als Wilkins vom Blutabzapfen hörte und den Doctor die Anſtalten hierzu treffen ſah, widerſetzte er ſich trotz ſeiner Hinfälligkeit jenem Vorhaben, ſo daß Simpſon und deſſen Frau alle ihre Kraft aufbieten mußten, den ſich mächtig ſträubenden Knaben zu gewältigen und ihn zur Operation geſchickt zu machen.
„Warte nur, Bürſchchen“— ſagte Bilkoff, indem er ſeinen Schnepper hervorzog und die Ader im Armgelenke aufſuchte—„Du ſollſt bald anders pfeifen n nicht mehr wild um Dich ſchlagen können.“
Die Ader wurde geſchlagen und das rothe Blut ſprang in einem Bogen empor und dann in den untergehaltenen Zinnteller. Bei dieſem Anblick ſtieß Wilkins ein durch⸗ dringendes Geſchrei aus. Seine bleiche Geſichtsfarbe wurde


