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einen ſchweißtreibenden Thee zu bereiten und dem Kranken etliche Taſſen davon einzuflößen.
„Wilkins iſt ſehr krank“— ſprach Frau Simpſon zu ihrem Manne—„und Du wirſt den Arzt der Gefangenen herbeiholen laſſen müſſen.“
„Am beſten wäre es für Wilkins“— verſetzte Simpſon hart—„r ſtürbe, bevor er noch ſeinen Lauf zum Galgen vollenden kann.“—
„Wie unſer Herrgott will!“ meinte Frau Simpſon. „Aber wenn wir uns nicht bittere Vorwürfe machen wollen, ſo müſſen wir thun, was unſere Pflicht und Deines Amtes iſt. Alſo laſſe den Arzt der Gefangenen herbei⸗ rufen.“
„Doctor Bilkoff iſt ein Arzt, daß ſich Gott erbarme“ erwiederte Simpſon.„Nicht einmal meinen Hund möchte ich ihm zum Curiren anvertrauen. Wenn er Wilkins
unter ſeine Hände bekommt, iſt's ſicher um ihn geſchehen.“
Thue es zu meiner Beruhigung“— bat Frau Simpſon. „Doctor Bilkoff kann uns doch wenigſtens die Art der Krankheit nennen, daß wir darnach unſere Maßregeln nehmen. Wenn uns der Knabe unter der bund ſtürbe, ich könnte nie wieder ruhig werden.“
„O das wird ſich legen“— meinte Simpſon— „nachdem wir längere Zeit hier gelebt und manchen unſrer Gefangenen hier ſterben geſehen haben werden. Und, wie ich ſage, ein ſolches Ende iſt immer dem Tode am Galgen
weit vorzuziehen.“ Trotz dieſer Rede aber ließ den Arzt für die Gefangenen herbeirufen.


