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tienten.“
gelb und ſpäter aſchegleich; endlich fiel er unter einem tiefen Seufzer in Ohnmacht.
„Siehſt Du, mein Bübchen!“— ſprach Bilkoff zu⸗ frieden.—„Hab' ich's nicht alſo vorhergeſagt? Ha! wir wollen Dir das wilde Blut in Deinen kleinen Aederchen ſo dünne machen, daß Du für einige Zeit an keine Spitz⸗ bübereien mehr denken ſollſt.“
„Er wird uns doch nicht unter den Händen ſterben?“ fragte Frau Simpſon ängſtlich.„Sehen Sie doch, Herr Doctor, ob der Junge nicht ganz und gar ſchon einer Leiche gleicht.“
„Das muß ich beſſer verſtehen, gute Frau!“ verſetzte Bilkoff.—„Wenn man der menſchlichen Natur etwas ihr Unangenehmes zufügt, gebraucht ſie die Liſt, ſich kränker zu ſtellen als ſie wirklich iſt. Darum ſchreit ein mit Ruthen geſtäuptes Kind gleich einem Zahnbrecher, nicht ſowohl vor Schmerz, ſondern mehr deshalb, um weitere Hiebe von ſich abzuhalten. So! nun iſt des Bluts genug gefloſſen— vor der Hand nämlich— und wir wollen die Binde anlegen. Morgen komme ich wieder und hat dann die Entzündung noch nicht nachgelaſſen, wird immer wieder Blut abgezapft, bis das Fieber todt gemacht iſt.“
„Und der Junge dazu!“ ſprach Simpſon.
„Recte dixisti!“— nickte Bilkoff.„Ihr huldigt, wie ich höre, meinem Grundſatze, der auch derjenige aller gelehrten Aerzte iſt. Sieg der Wiſſenſchaft über die Krank⸗ heit, ſei es auch auf Unkoſten des Lebens unſerer Pa⸗
Während der Arzt ſich zum Fortgehen anſchickte, ſprach


