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Stimme an—„werde einmal vernünftig und laß Deinen Trotz, durch den Du Deine Lage noch weit mehr ver⸗ ſchlimmerſt. Biſt Du denn der Einſamkeit und tödt⸗ lichen Langeweile noch nicht überdrüſſig geworden? Ver⸗ ſprich mir, weder Dibby, noch die andern beiden Knaben ſchlagen oder kränken zu wollen, und ich bringe n wieder zu ihnen. Haſt Du mich verſtanden?“
Der Knabe blieb ſtumm, wie die Mauer ſeines 6 fängniſſes und ſah ſtarr vor ſich nieder.
„Erzähle mir, Kind!“ fuhr Simpſon, über ſeine Geduld 6 ſelbſt verwundernd, freundlich fort—„auf welche Weiſe Du ſo frühzeitig ſchon zum Verbrecher wurdeſt. Tragen Deine en oder Erzieher vielleicht die Hauptſchuld daran? Wer ſind oder waren Deine Aeltern? Leben ſie noch und wo halten ſie ſich auf? Wie kommt's, daß keins von ihnen hier nach Dir fragt? Haſt Du noch Geſchwiſter?“
Alle dieſe blieben unbeantwortet, ja nur
trotziger wurde usdruck auf dem Antlitze Kna⸗ ben. Simpſon nahm jetzt an deſſen Seite Platz, umfing mit ſeinem Arme des Kindes Leib und ſprach mit wei⸗ chem Tone:„Armes, unglückliches Kind! ich meine es, Gott iſt mein Zeuge, gut mit Dir! Faſſe Vertrauen zu mir! Ich möchte Dich gern erretten von einem Wege, der in das zeitliche und ewige Verderben führt. Gewiß biſt Du nicht immer böſe geweſen, jedenfalls von An⸗ deren verführt worden. Ermanne Dich und ſage Dich los von der Sünde. Gern will ich Dir hierin Beiſtand Der Kerkermeiſter von Norwich. 2


