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Die drei Invaliden oder Die Sparbüchse / von Gustav Nieritz
Entstehung
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die Excellenz menſchlich zu ſtimmen. Satanas ſprach vom frommen Hiob zum Herrn: Haut für Haut; und Alles, was ein Mann hat, läßt er für ſein Leben. Alſo kann man auch von der Exeellenz ſagen, die nicht eher nachgab, als bis du ihre Haut angetaſtet hatteſt.

Murre nicht ſprach Pommrichſondern freue dich mit uns, daß wir den Burſchen losgebeten haben. Der Zweck heiligt das Mittel und mein Mittel war das unſchul⸗ digſte von der Welt. Den beſten Trumpf muß man zuletzt ausſpielen und das habe ich gethan. Ha! was gäbe mancher Vater und manche Mutter darum, wenn ſie durch die Fetzen eines alten Geldbeutels ihre Söhne von den Soldaten los⸗ kaufen könnten!

Schon am nächſtfolgenden Tage bekam der junge Hennig ſeinen Freiſchein eingehändigt. Er und ſeine Mutter dankten

dafür unter Freudenthränen dem invaliden Kleeblatt, wel⸗

ches das ihnen einſt erwieſene Gute ſo thätig vergolten hatte.

Thomas aber erhielt eine zweite Vorladung, die ihm bei angedrohter Strafe zu einer beſtimmten Stunde vor dem Stadtgerichte zu erſcheinen gebot. Was ihm und Auguſten hier eröffnet wurde, war ſtaunenswerth, ja wunderbar. Außer andern Vermächtniſſen an milde Stiftungen und öffentliche Anſtalten hatte die verſtorbene Frau Schietzel dem Großvater Auguſtens 200 Thaler vermacht, die Letztere dagegen zur Erbin ihres letzterkauften Hauſes eingeſetzt, jedoch unter der Bedingung, wenn nach erfolgter Teſtaments⸗ eröffnung die dem Kinde von ihr geſchenkte Sparbüchſe nebſt deren Inhalte unverſehrt und ungemindert befunden wer⸗