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Die drei Invaliden oder Die Sparbüchse / von Gustav Nieritz
Entstehung
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132 mir annehmen wollt, ſo reicht mir Eure Hand, die Hand eines Ehrenmannes, damit ich ſie herzlich drücken und ſ chütteln kann.“

Völlig ausgeſöhnt mit dem braven Officier verließ Pommrich deſſen Wohnung, vor welcher ihn ſein Enkel er⸗ wartete.

„Nun?“ fragte dieſer neugierig.

„Da leer—“ verſetzte Pommrich, auf ſeine Taſche ſchlagend—„doch hier“— er zeigte auf ſein Herz—„ſo voll! ſo gottvergnügt! Wir haben erreicht, was wir beide wollten: Auguſte wird glänzend gerechtfertigt und vor uns hat der vornehme und reiche Herr Oberſtleutnant von Richt⸗ hauſen allen Reſpect. Achtung! präſentirt's Gewehr!“

„Großvater!“ verſetzte Ferdinand und machte einen großen Freudenſprung in die Luft—„laſſen Sie mich jetzt gleich zu Guſten hinſpringen und ihr die Geſchichte erzählen. Mir brennen ordentlich die Füße, bei ihr zu ſein.“

„Halt! ſage ich“— erwiderte Pommrich.„Vorhin haſt du mir gerathen— jetzt rathe ich dir. Warten wir erſt ab, bis Guſtens Rechtfertigung groß gedruckt im Tageblatte ſteht. Das ſoll ſchon morgen geſchehen, hat mir der Oberſt⸗ leutnant zugeſagt. Dann iſt Guſtens Jubel deſto größer und gewiſſer, wenn ſie ſchwarz auf weiß vor ſich ſieht. So zeitig als möglich holen wir das Blatt aus der Druckerei und binden Auguſte damit an. Zu dem Silbergroſchen da⸗ für wird auch noch Rath. Ha! im Geiſte ſehe ich ſchon die großen, freudigen Augen, die das Mädel dann machen wird und dazu noch Freudenzähren darin. Potz Schwärmer und

Raketen!“