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Die drei Invaliden oder Die Sparbüchse / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Auguſten ſo großes Unrecht zugefügt zu haben. Das räthſel⸗ hafte Verſchwinden des Kleinods ſich nun in der Weiſe, daß Fräulein Sidonie in der beginnenden Fieberhitze die Nadel vom nahen Tiſchchen in die Hand genommen und ſpäter aus derſelben in ihr Bett hatte fallen laſſen, wo ſie durch die unruhigen Bewegungen der Kranken endlich eine Oeffnung in den Bettüberzug und das Inlet ſich gebohrt haben mußte und dann in den Federn verſchwunden war.

Der Herr von Richthauſen war ehrenhaft und edel ge⸗ nug, um ſich ſofort zu Auguſtens öffentlicher Ehrenrettung zu verſtehen. Als er aber dem Stelzfuß 25 blanke Thaler aufzählte, verweigerte jener beharrlich deren Annahme.

„Ich bin ein alter Soldat“— ſprach Pommrich ent⸗ ſchieden—„und darum gewohnt mein gegebenes Wort zu halten. Ich habe meinem Ferdinand verſprochen, nichts an⸗ zunehmen, damit Niemand von uns und meinen Kameraden Thomas und ſeiner Guſte etwas Arges denke. Für meinen Wegzu ihnen bin ich durch ihre Zuſage hinreichend entſchädigt, daß ſie das gekränkte Kind wieder zu Ehren bringen wollen.“

„Sage er demſelben“— ſprach der Oberſtlieutenant endlich davon abſtehend, ſein Geld dem Invaliden aufzwingen zu wollen—„daß es baldigſt zu mir komme. Ich für meine Perſon habe immer im Stillen an Auguſtens Schuldloſig⸗ keit geglaubt und nur, weil der Schein gar zu ſehr gegen ſie ſprach, in die polizeiliche Hausſuchung gewilligt. Sie ſoll wieder täglich Eſſen bei uns bekommen und ihr früheres Schulgeld dazu; überdies behalten wir uns vor, noch auf andere Weiſe unſer begangenes Unrecht an ihr gut zu machen.

Da ihr, wackrer Kriegskamgpad, nun durchaus nichts von 9*