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Die drei Invaliden oder Die Sparbüchse / von Gustav Nieritz
Entstehung
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guter Name iſt mehr werth als die lumpigen 25 Thaler, und unſere Ehre auch.“

Große Augen machend, hatte Pommrich die lange Rede ſeines Enkels mit angehört. Als dieſer athemlos ſchwieg, erfaßte er mit beiden Händen deſſen Kopf, zog ihn an ſich und drückte ihm einen bartſtachelnden Kuß auf den Mund

„Kleiner Cicero du!“ ſprach er gerührt—„deine jetzigen Worte haben viele deiner begangenen Flegelſtreiche aus⸗ geglichen. Dein Vater, deine Mutter und Guſtens Mutter ſchauen alleweile gewiß freundlich vom Himmel auf dich her⸗ nieder. Ja, ja, wie du ſo eben, ſollte jeder rechtſchaffene Kerl und Chriſt an ſeinem Nächſten handeln. Potz Donner⸗ ſtag und Freitag! was ſoll und wird der Herr von Richt⸗ hauſen für Augen und Ohren aufſperren, wenn ich ihm ſeine Nadel hinhalte und deine Worte dazu ſprechen werde!“

Auf Befragen ſeines Dienſtherrn erfuhr Pommrich von demſelben, daß die Betten wirklich Richthauſens angehörten, daß ſie ſchon längere Zeit zum Reinigen hergeſendet worden wären, aber wegen überhäufter Aufträge nicht eher hätten vorgenommen werden können.

Stolzer und zugleich vergnügter kann kein König oder Fürſt durch ſeine Prunkgemächer dahinſchreiten als Pomm⸗ rich mit ſeinem Stelzfuße durch die Straßen der Richt⸗ hauſenſchen Wohnung.

„Sagen Sie Ihrem gnädigen Herrn Oberſtleutenant“ ſprach er mit Würde zu dem Diener, welcher auf des In⸗ validen lautes Schellen öffnete—„daß ich ihn auf der Stelle zu ſprechen wünſchte.“

„Das geht nicht an“— verſetzte der Diener unb—

Nieritz, die drei Invaliden.