25 Thaler Belohnung gewiß. Ha! nun iſt's doch ſo übel nicht, daß ich hier den Poſten gefunden, nachdem ich wegen meines erfrornen Hänschens ſo arg auf die Federmaſchine ge⸗ ſchimpft habe. So fteue dich doch mit mir, du Stockfiſch von einem Jungen!“
„Ja, Großvater, ich freue mich auch ganz unmenſchlich“ — verſetzte Ferdinand,„nur daß ich's jetzt nicht gleich ſo von mir geben kann. Denn mir iſt noch etwas ganz Ande⸗ res eingefallen. Wiſſen Sie denn nicht, daß es Richthauſens waren, die ich ſo tüchtig heruntergekanzelt habe, weil ſie Thomas' Guſte beſchuldigten, die theure Schmucknadel ge⸗ ſtohlen zu haben? Nun hat ſich die Nadel von ſelbſt gefun⸗ den und Guſtens Unſchuld ſomit ganz an das Licht gebracht, obſchon ich nicht begreife, wie die Nadel hierher unter die Bettfedern gekommen iſt.“
„Das arme Mädel!“ ſprach Pommrich.„Was hat ſie wegen der einfältigen Nadel ausſtehen müſſen! Nun, ſie ſoll auch dafür nicht leer ausgehen, wenn wir uns die 25 Thaler Finderlohn geholt haben werden.“
„Da liegt eben der Haſe im Pfeffer begraben— meinte Ferdinand, der gewiß nicht ſo dumm war, als manche Leute von ihm ſagten—„Wenn Richthauſens er⸗ fahren, daß wir mit Guſten und ihrem Großvater gute Freunde ſind, ſo denken ſie wohl gar von uns, daß wir mit
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jenen unter Einer Decke ſtecken, und bleiben doch dabei, daß
Guſte der Dieb ſei und daß wir für ſie die Nadel nun als gefunden ausgeben, um mit ihr den Finderlohn zu theilen.“
„Ei, Mörſer und Haubitzen! du haſt nicht unrecht ge⸗ ſprochen, Junge!“ rief Pommrich betroffen aus.„Dießmal


