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dünne, gelbe Federkleidchen nicht ausreichte, um die jetzige bittere Kälte auszuhalten. Weil ich und mein Ferdinand
den ganzen Tag über in meiner Federanſtalt ſtecken, ſo habe
ich das Einheizen daheim und daher manchen Groſchen er⸗ ſpart. Wenn ich aber geahnt hätte, daß mein Hänschen in der kalten Stube erfrieren könnte, ſo hätte ich ſeinet⸗ wegen eingeheizt und wenn ich meinen halben Verdienſt, ja ſelbſt meine Schuſterleiſten und Stiefelhölzer hätte in den Ofen ſtecken ſollen. Als ich, heimkommend, das arme Thierchen in ſeinem Bauer auf dem Rücken liegen und die erſtarrten Beinchen, mich anklagend, gen Himmel ſtrecken ſah, da raufte ich mir alten Narren faſt die letzten Haare aus. Und mein Ferdinand liegt daheim in ſeinem Bette und heult um unſern Sänger, als wenn dieſer ſein leib⸗ licher Bruder geweſen wäre. Als die Kälte ſtieg, wollte ich mein Mätzchen mit mir in die Federanſtalt nehmen, wo tüchtig geheizt wird. Aber ich befürchtete, daß der entſetz⸗ liche Staub ihm auf die kleine Lunge fallen und ihm die ſingende Kehle zukleben könnte, und dieſer Gedanke hielt mich wieder von meinem Vorhaben ab. Du weißt, Thomas, daß ich das todte Mätzchen einer Katze aus den Zähnen ge⸗ riſſen habe, welche es irgendwo weggeſtiebitzt hatte und es zu verzehren gedachte. Nun iſt meine Dummheit ſelbſt zur näſchigen Katze geworden und meine Freude dahin!“
„Laß den Matz ausſtopfen—“ rief Thomas—„und ſetze ihn wieder in den Bauer und auf ſein Stängelchen. Dann bildeſt du dir ein, es lebe noch.“
„Nein, nein—“ antwortete Pommrich kopfſchüttelnd —„dieſer Anblick würde täglich meinen Schmerz erneuern.
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