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Die drei Invaliden oder Die Sparbüchse / von Gustav Nieritz
Entstehung
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bitterlich. Eſſen und Trinken muß man ihm einzwingen und dann nimmt er nur ſo viel zu ſich, als nöthig iſt, um ſich am Mühenleben zu erhalten. Hm! er würde auch nicht einmal etwas zu brocken und zu beißen baben, wenn mein Vater und Hauthal nicht für ihren Kameraden ſorgten. Dik drei laſſen nun einmal einander nicht im Stich und wenn gleich der Tod ſelbſt den letzten Trumpf ausſpielte.

Weil Einer nicht ausreicht, um Guſten in der Fieberhitze feſtzuhalten, ſo bin ich als Salfegarte, wie mein Großvater,

ſpricht, immer zugegen. Auch ſchon deshalb, um das Nöthige herbeizuholen. Ich thue das gern, denn Guſte hat mich auch nicht verlaſſen, als ich blind und im ganzen Ge⸗ ſicht ſchwarz gebraten, dalag. Sogar aus der Schule bleibe ich deswegen weg. Der Herr Director hat's aber auf meines Großvaters inſtändige Bitte genehmigt. Werden Sie ſich denn aber auch Alles merken können, was Sie Ihrer gnädigen Herrſchaft ſagen ſollen? Wenn Guſte noch ſtirbt, wozu es großen Anſchein hat, ſo hat Ihre Herrſchaft das Mädel auf dem Gewiſſen. Wenn ich an ihrer Stelle wäre und Guſten in Verdacht hätte, daß ſie mir eine

Schmucknadel, ſo groß wie ein Wagenrad und mit fauſt⸗

dicken Brillanten beflaſtert, geſtohlen hätte, ich würde ihr nicht ſo abſcheulich mitgeſpielt haben, wie Ihre Herrſchaft gethan hat. Ich bin ein armer und dummer Junge, aber alleweile möchte ich nicht der Herr von Richthauſen, nicht die Frau von Richthauſen, nicht einmal ein Frölen von ihnen ſein. Das können Sie Ihrer Herrſchaft auch ſagen

und wenn ſie mich dafür hinterſtecken laſſen ſollte.“

Ferdinand hatte ſich ſo ereifert, daß er glühte, die