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Die drei Invaliden oder Die Sparbüchse / von Gustav Nieritz
Entstehung
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„Mitgehen will ich wohl“— entgegnete Pommrich— „aber der Kriegsminiſter ſoll einen Eiſenkopf beſitzen.“

„Wir wollen dagegen ſtählern ſein“— rief Hauthal. „Ich werfe meinen abgehackten linken Arm in die Wagſchale und du dein abgeſchoſſenes Bein. Brrr! wenn dieſe nicht den Ausſchlag zu unſerm Gunſten geben, ſo will ich acht Tage lang keine Pfeife rauchen und die Flaſche unberührt laſſen.“

Als die Leichenfrau kam, zählte ihr Hauthal 10 blanke Thaler nebſt Pommrich's Beiſteuer aus. Woher jener aber die Geldſumme genommen, ließ er ein Geheimniß bleiben.

„Das Begräbniß iſt bezahlt“— ſprach der Reiter⸗ unterofficier zu ſeinem Freunde Thomas, indem er ihm die quittirte Rechnung einhändigte—„und du erſetzeſt mir und unſerm Pommrich die Verläge, ſobald du ſolches vermagſt. Nun habe ich aber mit Pommrich noch einen Gang vor, während dem du uns den Daumen halten magſt, damit jener nicht vergeblich ausfalle. Wenn nicht dich, ſo doch deine Guſte betrifft derſelbe.“

Des andern Vormittags ſtanden Pommrich und Hau⸗ thal in ihren alten Soldatenröcken mitten unter der Schaar, welche das Vorzimmer des Kriegsminiſters erfüllte und bei demſelben ein Dienſtanliegen oder irgend ein Geſuch vorzu⸗ bringen hatte. Es verſteht ſich, daß die beiden Invaliden, als die niedrigſten und gemeinſten Bittſteller, bis ganz zu⸗ letzt warten mußten. Stunde auf Stunde verrann und immer noch gelangten ſpätere Ankömmlinge zum Gehör vor die Execellenz, die ſich endlich ganz erſchöpft vom vielen