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ach und erſt meine ſelige Mutter dazu ſagen?! Dieſe ſagte immer, daß man in der Armenſchule unter lauter unrein⸗ liche Kinder zu ſitzen komme und ſchlechte Redensarten von ihnen höre und lerne. Am liebſten bliebe ich bei Herrn Pur⸗ fürſt, wo ich ſo viele gute Freundinnen unter den Schü⸗ lerinnen habe. Auch ſoll ich eheſtens das Namenſticken an⸗ fangen, worauf ich mich lange ſchon gefreut habe.“
„Warte, Pommrich“— miſchte ſich Hauthal ein— „mir kommt ein glücklicher Gedanke bei. Wie wär's, wenn wir uns dafür verwendeten, daß Guſte in die Garniſon⸗ ſchule aufgenommen würde? Dort lernt ſie Alles, was in den anderen Schulen für theures Geld gelehrt wird, und unter reputirliche Kinder käme ſie auch. Sie iſt ja ein Soldatenkind und ſolche wurden ehemals insgeſammt in die Garniſonſchule aufgenommen, mochten ihre Väter noch am Leben ſein oder nicht.“
„Ja, ehemals!“ verſetzte Pommrich—„aber nicht mehr. Der jetzige Kriegsminiſter weiſet alle Soldatenkin⸗ der zurück und der Armenſchule zu, deren Väter todt oder aus dem Soldatenſtande getreten ſind.“
„Keine Regel ohne Ausnahme“— ſprach Hauthal. „Es kommt auf einen Verſuch an. Anſtatt für das Auf⸗ ſetzen eines Bittſchreibens erſt unſer Geld hinzuwerfen, rücken wir beide dem Kriegsminiſter vor's Quartier. Du läſſeſt vor ihm dein ſchweres Geſchütz ſpielen und ich haue mit der blanken Säbelklinge dazwiſchen. Hui! Trenſen und Kan⸗ tharen Die Excellenz muß dann vor uns die Segel ſtreichen und ſich ergeben.“


