wee erkauft, ſo wie die Koſten der Umfaſſungsmauern und igen Bedürfniſſe getragen hat. Da iſt es nun nicht mehr als billig, daß man der Kirche für den zu einem Grabe nöthigen Raum eine angemeſſene Entſchädigung zahle und dieſe ſind eben die Kirchengebühren in der Rechnung.“ „Das iſt ein anderes Ding“— ſprach Hauthal— „und bitte ich nunmehr der guten Kirch⸗ und deren Dienern von Herzen ab, was Uebles ich über ſie gedacht und ge⸗ ſprochen habe. Aber die Leichenfrau hat für ihre Bemühung 1 Thaler 20 Silbergroſchen, ja für das Leihen der beiden Holzböcke, um den Sarg darauf zu ſtellen, außerdem noch 5 Silbergroſchen angeſetzt. Das iſt doch zu arg!“
„Das Amt einer Leichenfrau“— antwortete Pommrich achſelzuckend—„iſt kein angenehmes, ja zuweilen ſogar lebensgefährliches. Darum macht ſie ſich für ihre Mühe be⸗ zahlt und ich denke, du würdeſt es an ihrer Stelle eben ſo thun. Wie viel beträgt denn die ganze Rechnung?“
„Summa Summarum“— verſetzte Hauthal—„10 Tha⸗ ler 22 Silbergroſchen 6 Pfennige! Ha! wenn wir. nun noch die Leichenträger nicht umſonſt gehabt hätten!“
„Die Groſchen und Pfennige will und kann ich einſt⸗ weilen für unſern Kamerad verlegen“— ſprach Pommrich kleinlaut—„wie es aber mit den Thalern werden ſoll, weiß ich nicht.“
„Ich habe mein Wort gegeben“— erwiederte Hauthal, ſich hoch und ſtolz vom Futterkaſten erhebend—„daß die Leichenfrau heute noch bezahlt werden ſoll, und werde es halten. Wenn du aber wirklich die 22 Silbergroſchen 6 Pfen⸗ nige miſſen kannſt, ſo gieb ſie her.“


