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Die drei Invaliden oder Die Sparbüchse / von Gustav Nieritz
Entstehung
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24 chenfrau überbracht und die er noch am heutigen Tage zu bezahlen verſprochen hatte. 6

In ſeinem Eifer überhörte der B ende, daß ein Holz⸗ fuß über die Steinplatten des Hofes ſampfte in welchem das Hinterhaus nebſt ſeinem Pfer an Hauthal blickte dann erſt auf, als die⸗Anrede erſcholl:

Guten Morgen, Eicero Hauthal! Was ſtudierſt du denn ſo eiferig in dem Papiere da? Eine neue Standrede vielleicht?

Man ſieht, daß Pommrich, der Kanonier, noch nicht ganz das in der Schule Erlernte vergeſſen hatte, ſondern ſich noch erinnerte, daß Cicero ein großer Redner des Alter⸗ thums geweſen war.

Hauthal verſetzte hierauf:Ach Pommrich! die Gänſe⸗ haut läuft mir über den Rücken hinab, während ich die Rechnung der Leichenfrau hier durchgehe. Eine wahre Apothekerrechnung: viel, viel Geld für wenig Waare und Arbeit. Obenan ſtehen die Kirchengebühren mit 3 Thalern 25 Silbergroſchen. Das iſt neben den Koſten für den Sarg die ſtärkſte Poſt. Was aber, frage ich, hat die Küche bei dem Begräbniß zu thun; daß ſie eine ſolche Forderung aufſtellen darf? Haſt du etwa einen Geißtlichen oder irgend einen Kirchendiener bei dem Begräbniß zu Geſicht be⸗ kommen?

So fragen mit dir noch viele andere entgegnete Pommrichaber mit Unrecht. Der AusdruckKirchen⸗ gebühren iſt falſch angewendet in der Rechnung und ver⸗ leitet darum Manchen zu einem ſchiefen Urtheil. Wiſſe, daß die Kirche mit ihrem Vermögen den Platz zum Friedhofe