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Die drei Invaliden oder Die Sparbüchse / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Wäſcherin, die hier ihre letzte Ruhe gefunden hat und deren Name den Wenigſten unter den Anweſenden bekannt ſein dürfte. Woher nun dieſe Theilnahme? Ich will es Ihnen ſagen. Man trug einſt einen Todten hinaus, den einzigen Sohn einer armen Wittwe, und viel Volks ging mit ihr. Daraus ſchließen wir, daß der Todte ein guter Sohn und braver Menſch geweſen ſein müſſe. Dieſe Todte dagegen hier iſt die einzige Tochter dieſes armen, einbeinigen Sol⸗ daten und die Mutter jenes weinenden Kindes. Gewiß war ſie nicht minder brav wie jener einzige Sohn der armen Wittwe. Denn treulich erfüllt hat ſie in ihrem ganzen Leben des Herrn Gebot, der nach dem Sündenfalle zur Eva ſprach: Du ſollſt mit Schmerzen Kinder gebären und dein Wille ſoll deinem Manne unterworfen ſein. Unter Mühen und harten Entbehrungen hat ſie außerdem noch ihre Kinder, von denen nur dieſes Eine übrig geblieben iſt, auferzogen, und als ihr Mann frühzeitig von ihrer Seite hinwegge⸗ nommen worden war, nicht bloß im Schweiße ihres Ant⸗ litzes ihr Brot gegeſſen, ſondern daſſelbe auch durch ſchwere Arbeit verdient. Wie oft hat ſie mit wund gewaſchenen, blutenden Händen nicht aufgehört, für ſich, für ihren Vater und ihr Kind zu ſchaffen und zu ſorgen! Für dieſe ttelle, Alles aufopfernde Liebe erwartet die Geſtorbene ein weicher Lohn oben im Himmel über uns. Wann am jüngſten Tage die himmliſchenTrompeter zum letzten Auf⸗ und Abſitzen blaſen werden und der Himmel ſeine Sternenüber die⸗ erſchrockenen Menſchenkinder herniederfallen laſſen Wird/ die Himmel ſelbſt von großer Hitze zerſchmelzen und die Menſchen vor Angſt und Erwartung der k Vinge

Nieritz, die drei Invaliden.