14 Vater.„Da! beſieh' dir dieſe wackern Jungen! Sie find insgeſammt Willens, deiner Jette die letzte Ehre zu erweiſen und ſie zu Grabe zu tragen. Das nenne ich gute Kam'rad⸗ ſchaft! Na, wer weiß, wer ihnen einmal denſelben Liebes⸗ dienſt erweiſ't. Iſt dir's nicht ſo lieber, als daß dir die ſchwarzen Dohlen, die leidigen Leichenmänner, in ihren langſchwänzigen Quadrillenſchwenkern, in ihren Dreimaſtern von Hüten und ihren Trauermänteln vor's Quartier rücken, für die kleine Mühe großen Lohn begehren und obendrein noch einen theuern Trunk beanſpruchen? Ich ſage dir, daß deine Jette, ſieht ſie vom Himmel oben ihrem Leichenzuge zu, helle Freudenthränen darüber weinen wird. Doch be⸗ vor wir zum Werke ſchreiten, wollen wir uns ein wenig ſtärken. Du wirſt ohnehin heute nicht gefrühſtückt haben, Thomas, wenigſtens keinen warmen Kaffee, da deine Kaffee⸗ kocherin kein Glied mehr rühren kann. Heda, Markeden⸗ terin, vor!“
Auf dieſen Ruf ſtampfte Pommrich hinter der Krieger Doppelreihe vor. In der einen Hand hielt er ein Wein⸗ glas und in der andern eine volle Branntweinflaſche, aus welcher er jedem der Anweſenden ſeinen gleichen Theil ein⸗ füllte. Später erfaßten auf Hauthal's erneutes Kommando ſechs Krieger den Sarg mit der Todten und ſtiegen mit demſelben die Treppe hinab, begleitet von den übrigen Theilnehmenden. Während unten die andere Hälfte der Krieger neben ihren tragenden Kameraden herſchritten und dieſe auf dem Wege nach dem Friedhofe ablöſeten, humpelten Thomas nebſt ſeiner Enkelin inmitten ſeiner beiden Freunde
und Gefährten dem Sarge nach.
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