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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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als General der Artillerie in franzöſiſchen Dienſten. Die Entthronung Napoleons brachte meinem Leidensgefährten Richter die Freiheit, die ich, von Paris nach Cherbourg eilend, perſönlich ihm verkündigte. Er machte mit mir den zweiten, kurzen Siegesmarſch gegen den von der Inſel Elba zurück⸗ gekehrten Napoleon mit und wurde nach hergeſtelltem Frieden der wackere Verwalter meines Rittergutes Sennenwalde. Dorthin und unter Richters Aufſicht verſetzte ich ſpäter die Geſchwiſter Mettler, deren Großmutter ich bis zu ihrem Tode unterſtützt hatte. Beide erlernten die Landwirthſchaft, und indem Wilhelm eine Tochter und Dorothea einen Sohn mei⸗ nes Verwalters Richter heirathete, erhielt dieſer ſich in dem Geſchwiſterpaare kraftvolle Stützen bei ſeinem umfänglichen Geſchäftskreiſe. Richter, um 6 Jahre älter als ich, ſtarb vor 3 Jahren in der Mitte ſeiner Kinder und Enkel. Sein Sohn, der Gatte Dortchens, und Wilhelm Mettler, deſſen Schwa⸗ ger, fahren fort, mein Gut zu meinem Nutzen und zu meiner völligen Zufriedenheit zu verwalten. Ich bedaure, daß ich Ihnen, lieben Freunde und Gäſte, Wilhelm Mettler nicht perſönlich vorſtellen kann, den mir damals der barmherzige Gott als Befreier von der Selavenkette zugeſchickt hatte.

Hier unterbrach der General ſeine Erzählung, um einem ſeiner Diener bedeutſam zuzuwinken. Dieſer eilte fort und kehrte ſchnell mit einem Bündel zurück, das er vor ſeinem Herrn auf die Tafel niederlegte.

Mit dem Schandmahle des Brandmarkens hob der General wieder aniſt meine Achſel zwar verſchont ge⸗ blieben, aber er löſete die ſeidene Hülle, welche ſeine einſtige Selavenkleidung in ſich bargdieſen Anzug habe