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König, Friedrich Wilhelm III. verdankte, der über den ſchwe⸗ ren Regierungsſorgen und über den Millionen ſeiner Unter⸗ thanen des jungen, unbekannten und fern von ihm in ſchmach⸗ voller Gefangenſchaft ſchmachtenden Wedell nicht vergeſſen, vielmehr die erſte, ſich ihm darbietende, günſtige Gelegenheit benutzt hatte, um bei dem Kaiſer Napoleon ſelbſt für meine Freilaſſung ſich zu verwenden. Wie hätte ich wohl anders gekonnt, als meinem erhabenen Befreier von nun an mit Blut und Leben anzugehören? Ein Umſtand nur trübte meine Freude über meine Erlöſung: daß dieſelbe mein armer Ge⸗ fährte Richter zugleich mit mir nicht theilen durfte! Ich ver⸗ ließ den Tiefbetrübten mit dem heiligen Verſprechen, Alles aufbieten zu wollen, um auch ihn der Freiheit und dem deut⸗ ſchen Vaterlande wieder zuzuführen, und hatte die Freude noch, zu ſehen, daß Richter meine bisher bekleidete Stelle eines Dolmetſchers erhielt. Den Knaben, welcher ſo großen Antheil an der Verbeſſerung meines traurigen Geſchicks ge⸗ habt hatte, nahm ich mit mir und führte ihn in die Arme ſeiner Großmutter und Schweſter nach Magdeburg zurück. Mit welcher Freude meine gute Mutter ihren verloren ge⸗ glaubten Sohn empfing! Im folgenden Jahre war ich einer der Erſten, welcher unter die Fahnen meines Königs eilte, um das unerträgliche Joch der franzöſiſchen Herrſchaft von Deutſchland ablöſen zu helfen. In der glorreichen Schlacht bei Großbeeren hatte ich das Glück, meinem Retter und Freunde, Bedeau denſelben Liebesdienſt zu erweiſen, den ich ihm zu danken hatte, indem ich ihn ſchwer verwundet auf dem Schlachtfelde fand und für ſeine Heilung Sorge trug. Er iſt fortan mein Freund geblieben und noch 6
Der Galeerenſclave.


