ich 2 ½ Jahr hindurch auf meinem Leibe getragen, ½ Jahre lang an der Kette gelegen und in dieſer Zeit mit dem Abſchaum der Menſchheit zuſammengelebt. Dieſes Muſchelkäſtchen iſt ein Stück von meiner damaligen Nebenarbeit, durch welche ich mir einige Sous erwarb und meine ſchreckliche Lage ver⸗ ſüßte. Mehrmals im Jahre hole ich dieſe Andenken aus einer furchtbaren Vergangenheit hervor und niemals lege ich ſie wieder weg, ohne nicht durch ihren Anblick demuthsvoller, menſchenfreundlicher und dankbarer gegen Gott und meinen König geſtimmt zu werden, deren Gnade mich damals vor Verzweiflung, Selbſtmord und Wahnſinn bewahrt hat.“
Hier endigte der würdige General, unter dem allgemei⸗ nen Beifallsrufe ſeiner tief gerührten Geſellſchaft, ſeine Er⸗ zählung. Daſſelbe thut auch der Erzähler dieſer auf Wahrheit be⸗ ruhenden Geſchichte, indem er ſeinen lieben Leſern gleiche Empfin dungen wünſcht, als diejenigen waren, welche Hein⸗ rich von Wedell bei ſeinen Zuhörern hervorrief.
Guſtav Nieritz.
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