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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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werden, und wenn er fortfährt, ſich gut zu betragen, ſo ſoll auch er mit der Zeit frei werden.

Richter weinte wie ein Kind, als ihm mit Heinrich von Wedell ein großer Troſt in ſeinem Elende genommen wurde.

Dreizehntes Kapitel. Der General.

Eines Tages erhielt Frau Ihlig in Magdeburg einen Brief aus Frankreich, der von der Hand ihres Enkels Wil⸗ helm Mettler geſchrieben war und alſo lautete:

Hochedelgeborne Großmutter! Liebe Schweſter Dortchen!

Wenn Sie ſich und Du Dich wohl befinden, ſo ſoll mich's herzlich freuen. Ich befinde mich, Gott ſei Dank, ganz wohl und geſund und zwar hier in dem Bannio zu Cherbourg, was ſoviel wie Galeere bedeutet und gegen welches ein Hundeſtall ein Paradies iſt. Aber ich bin nicht etwa als Galeerenſclave, ſondern nur als Freiwilliger hier, der es tauſendmal beſſer hat als die Galeerenſclaven. Wie ich hierhergekommen bin? Nachdem ich aller Orten und Enden in ganz Frankreich mei⸗ nen Vater und meine Mutter geſucht hatte, kam ich endlich hier nach Cherbourg. Anſtatt aber meinen Vater, fand ich unter den mehr wie tauſend Galeerenſclaven, die in ihren feuerrothen Jacken und Mützen wie geſottene Krebſe ſich aus⸗ nahmen, denſelben Herrn Officier wieder, den Monſieur Be⸗ deau aus der Bataille als dreiviertel Todten nach Magde⸗