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armigen Augenzeugen verdient ungleich mehr Glaubwürdig⸗ keit, als der trügliche Traum Deiner Großmutter. Jener hat Deinen Vater als einen Sterbenden aus dem Kampfge⸗ tümmel tragen helfen und den Händen Deiner Mutter über⸗ geben. Wäre dieſe noch am Leben, ſo hätte ſie längſt ſchon etwas von ſich hören laſſen und ihre Heimath nebſt den Ihri⸗ gen aufgeſucht. Kehre alſo wieder in Dein Vaterland zurück, benachrichtige Deine Großmutter von Deinen vergeblichen Nachforſchungen und werde Du ihre Stütze im Alter.“
Mit thränenden Augen hatte Wilhelm dieſe Rede ange⸗ hört, deren Wahrheit ihm eindringlich genug war. Traurig hatte er nebſt dem Hafencommandanten den Saal und die Gefangenen verlaſſen.
Heinrich von Wedell hingegen war durch den unerwar⸗ teten Beſuch in eine ſo große Aufregung verſetzt worden, daß er lange Zeit munter blieb.
Am ondern Morgen erſtaunte er nicht wenig, als man ihn von ſeiner Feſſel und ſeinem Gefährten löſte und ihn nach der Commandantenwohnung führte. Hier ließ ihn der Commandant vor ſich kommen und redete ihn mit den Wor⸗ ten an:„Der kaiſerliche Befehl, der mir auftrug, Euch unter die auf Lebensdauer zur Galeere verurtheilten Sträflinge zu ſtecken, ließ mich über Euer Vergehen, ſo wie über Euern Stand und Namen, ſo wie über Eure Herkunft völlig im Dunkeln. Erzählt mir offen Euern Lebenslauf, damit ich ſehe, ob Eure Ausſage mit derjenigen des Knaben überein⸗ ſtimme. In dieſem Falle und wenn Ihr durch Bildung, durch Kenntniſſe und ein ehrenhaftes Betragen Euerm Offi⸗ eiersſtand und Adel entſprechet, ſo will ich Euer trau⸗


