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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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gethan hat, als gegen die Franzoſen in der Schlacht gekämpft zu haben. Als dreiviertel Todten hat Monſieur Bedeau den Herrn Leutnant Nummer 727 aus der Schlacht nach Mag⸗ deburg gebracht und ihn dort wieder curiren laſſen. Anfangs wollte der gnädige Herr Leutnant Nummer 727 durchaus nichts von den Franzoſen und von Monſieur Bedeau wiſſen. Später aber ſind ſie ſo gute Freunde geworden, daß ſie zu⸗ ſammen Brüderſchaft gemacht haben. Wie wir unterwegs den Herrn Leutnant unter den Galeerenſelaven und an die lange Kette geſchloſſen ſahen, hat mein Herr, Monſieur Bedeau, vor Zorn mit den Füßen geſtampft und geſagt, daß ein ſolches grauſames Verfahren gegen einen kriegsgefange⸗ nen Officier eine Schande für den franzöſiſchen Namen ſei.

Nach dieſer Auseinanderſetzung ſprach der Commandant zu dem Knaben:Ich erlaube Dir, noch länger Dich mit Nummer 727 in deutſcher Sprache zu beſprechen, bis ich Dich abrufen werde.

Hierauf kehrte Wilhelm zu Nummer 727 zurück, während der Commandant Heinrich's Aufſeher über das bisherige Betragen ſeines Untergebenen ausforſchte. Der Bericht mochte zur Zufriedenheit des Commandanten ausgefallen ſein, denn ſein Antlitz klärte ſich auf und er ging mit einem freundlichen Kopfnicken gegen Heinrich davon, wobei ihn Wilhelm beglei⸗ ten mußte.

Dieſem hatte Heinrich von Wedell alle Hoffnung, je ſeine Aeltern wieder zu finden, benehmen zu müſſen geglaubt.

Sei verſichert, mein armes Kind hatte er zu dem Knaben geſprochendaß Deine Aeltern vereint auf dem Schlachtfelde von Jena gefallen ſind. Der Bericht des ein⸗