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terſten, mit ſtinkendem Seewaſſer theilweiſe angefüllten Raum
eines im Hafen ankernden Seeſchiffs geſucht. Dreimal vier⸗ undzwanzig Stunden hindurch hatten ſie demquälenden Hunger und Durſt widerſtanden und erſt in der vierten Nacht es ge⸗ wagt, aus ihrem Verſteck hinter leeren Tonnen hervor zu krie⸗ chen und nach irgend einem Nahrungsmittel in den finſtern Verdecken umherzutappen. Nachdem ſie ſo glücklich geweſen
waren, etliche Stücke groben und harten Schiffzwiebacks
aufzufinden und ihren brennenden Durſt aus einem mit Waſſer und eingeweichter, ſchmuziger Wäſche angefüllten Zuber zu löſchen, waren ſie in ihren Verſteck zurückgekehrt um daſelbſt noch länger das Einſtellen der Nachforſchungen und ihres Aufſuchens abzuwarten. So hatten ſie nochmals drei volle Tage unter Höllenmartern zugebracht und würden dieſelben— ſo mächtig war der Trieb nach Freiheit— noch länger ausgehalten haben, hätte man nicht endlich auch ſie in ihrem Schlupfwinkel entdeckt und hervorgezogen.
„So bleibt mir denn kein anderer Erlöſer übrig“— ſeufzte Heinrich—„als nur der Tod! Ach, käme er doch bald, mich meines Jammers für immer zu entheben.“
Noch tiefer ſank dem jungen Manne der Muth, als er wieder mit einem neuen Sträfling zuſammengeſchmiedet wurde und mit demſelben das nur kurz Pnnſ Glück des Alleinſeins zu Ende ging.
Doch der ſterbliche, kurzſichtige Menſch halte nicht vor⸗
eilig das für ein Unglück, welches ihm der liebende Vater im Himmel als einen Troſt zuſendet. —


