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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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zu dürfen, und er ſeit längerer Zeit wieder, ohne bitter zu frieren, ſchlafen konnte, pries er ſich überglücklich. So wenig reicht manchmal hin, um einen Menſchen mit einem harten Schickſal auszuſöhnen!

Ihr Reichen und Mächtigen, die ihr ſelbſt im Genuß der koſtbarſten Erdengüter noch unzufrieden ſeid, blicket hin auf den jungen adligen Officier im Galerenſclavenkittel, den der kurze Beſitz einer groben, ſchmuzigen Wolldecke ſo hoch er⸗ freut!

Eilftes Kapitel. Die Empörung.

Ob man nicht ſogleich einen anderen paſſenden Gefährten für Heinrich in Bereitſchaft hatte oder ihn für die Rettung von Nr. 1002 aus Mörderhänden belohnen wollte, indem man ihm in den nächſten Tagen allein mit ſeiner Kette ließ, iſt unentſchieden geblieben. Dieſe zeitweilige Trennung von einem rohen und bösartigen Kameraden betrachtete Heinrich als ein neues, wenn ſchon kurzes Glück und zwar mit Recht. Dieſes Alleinſein befeſtigte ſeinen Entſchluß, die Flucht aus dem Bagno zu unternehmen, und er ſah darin ein Erleich⸗ terungsmittel derſelben.

Als Heinrich am nächſten Morgen nebſt den übrigen Sträflingen an die Arbeit ging, kam der Troß bei einem Behältniß vorüber, deſſen Thüre man abſichtlich und zur

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