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fürchterliche Wuth bemächtigt, in welcher er den Schreiern, Ziſchern, Lachern, Heulern und Brüllern zornige, aber nicht gehörte und nicht beachtete Worte zurief. Als er ſeinen Worten mit geballten Fäuſten Nachdruck gab, erhielt er einen ſo derben Fauſtſchlag hinter's Ohr, daß er faſt beſinnungs⸗ los wurde und in dieſem Zuſtande von ſeinen Kameraden mit fort und aus dem entheiligten Betſaale geriſſen wurde.
Da, mit Ausnahme Heinrichs, wohl alle Galeerenſelaven mehr oder weniger an dem Lärme ſich betheiligt hatten, ſo war eine Beſtrafung der Rädelsführer nicht auszuführen. Die nächſte Folge des ſtattgefundenen Tumults war, daß ſämmltiche Sträflinge, anſtatt ihrer gewöhnlichen Sonntags⸗ koſt, mit der Zugabe von Fleiſch und Wein, nur mit Brot und Waſſer geſpeiſt wurden. Eine anderweite und ungleich härtere Strafe behielt ſich der Hafencommandant vor. Die⸗ ſelbe war um ſo gerechtfertigter, als die Galeerenſträflinge heute nicht zum erſtenmale die Feier der heiligen Meſſe geſtört und unmöglich gemacht hatten.
Als Heinrich von dem empfangenen Schlage ſich wieder erholt hatte, ſprach er, in gerechtem Zorn über die erlebte Ruchloſigkeit, vor ſich hin:„O daß man der geſammten Brut einen ſchweren Mühlſtein an den Hals hängen und ſie erſäufen könnte im Meere, da es am tieſſten iſt.“
Am Abende dieſes Sonntags, da die Sträflinge ihre Schlafſtellen eingenommen und die Peitſchen der Aufſeher eine tiefe Stille hervorgebracht hatten, verhinderten die heu⸗ tigen Erlebniſſe Heinrichs Einſchlafen. Zwar lag er re⸗ gungslos und nit geſchloſſenen Augen da, jedoch war ſein Geiſt in ſeiner Körperhülle munter und thätig.


