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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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neigte ſich bereits ihrem Untergange und dem Meeresſaum zu, als Heinrich's Kamerad beim Aufſchauen von ſeiner Ar⸗ beit in ein rohes Lachen ausbrach und, mit der Hand in die Ferne deutend, rief:Da, da, welche Nummer mag's wohl ſein, die da wiſſen möchte, wie ſanft ſich's auf dem harten Felſen oder im kalten Waſſer ruht?

Mechaniſch richtete Heinrich ſein Auge nach der teten Stelle hin, wo er mehrere Sträflingspaare, gleich Schwalbenneſtern an Mauerritzen und Mauerſimſen, an ſtei⸗ ler Felſenwand hangen und dort arbeiten ſah. Einer von dieſen Unglücklichen ſtrebte mit aller Anſtrengung, eine vor⸗ ſpringende Klippe zu erreichen, von welcher es ſteil in die grauſige Tiefe und nach der anbrandenden See hinabfiel Sein Kamerad dagegen, dem das Leben noch nicht verächt⸗ lich genug zum Wegwerfen erſchien, ſuchte daſſelbe nicht min⸗ der eifrig zu erhalten, indem er ſich feſt an den Felſen und an ſeinen, in das Geſtein getriebenen Meiſel anklammerte. Zugleich ſchrie er aus vollem Halſe um Hülfe. Keiner von den in der Nähe arbeitenden Sträflingen rührte ſich, um dieſelbe ihm zu bringen. Wohl aber eilten die Aufſeher von allen Seiten herbei.

Es iſt eine Grünmütze ſprach Heinrich's Kamerad weiter vor ſich hindie nicht lebenslänglich im Bagno bleiben mag. Ich bin neugierig, wer von den beiden den Sieg davon tragen wird. Stemm' Dich, Iſrael! Halte feſt, wie der Baum ſeine Aeſt', wie der Ring ſeinen Demant o weh! ha! ha! ha! jetzt kommt's zur Entſcheidung! ho! ho! nicht ſo eilig!

Die Verzweiflung rang mit der Verzweiflung, der Tod