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erneuert ſich nicht jener Ton und in verſtärktem Maaße? Klingt's nicht wie Lachen? Ja, ja, Lachen, mehrſtimmiges Lachen! Wer onders als höchſtens die gleichfalls roh gewor⸗ denen, für Menſchenelend, für Mitleid abgeſtorbenen Aufſeher könnten hier in dieſer Jammerhöhle, in dieſer Erdenhölle, lachen?! Heinrich blickt ergrimmt auf und nach der Ge⸗ gend hin, woher noch immer nicht etwa ein höhniſch bitteres, ſondern herzinniges, freudiges Lachen erſchallt. Wie? ſieht er recht? Galeerenſträflinge, wie er, ſind's, die dort ſich ausſchütten wollen vor Lachen! Ja, Menſchen, ihrer theuer⸗ ſten Güter und Rechte beraubt, gleich Hunden an der Kette liegend, gebrandmarkt, zu ewiger Gefangenſchaft verdammt, erdrückt von der Laſt ſchwerer Arbeit, auf harte Holzdielen gebettet, der Kälte preisgegeben, in Gemeinſchaft mit dem Abſchaum der verworfenſten Menſchheit lebend, vermögen noch zu lachen! Unglaublich, unmöglich, und doch wirklich wahr! Ein neues, noch größeres Erſtaunen bemächtigte ſich Hein⸗ richs, als in ſeiner Nähe ein noch junger Sträfling mit der ſchönſten Tenorſtimme eine reizende Opernarie zu ſingen begann und ſich hierin durch den ihn umgebenden Lärm nicht im Geringſten beirren ließ. Als er geendigt hatte, ſprach er ſcherzend:„Als ich noch zu Paris als erſter Tenor bei der Oper mit einem Jahrgehalt von 25,000 Fran s ange⸗ ſtellt war, wurde ich, ſo oft ich dieſe Arie voritug, Publikum mit dem donnerndſten Applaus belohnt. Hel warum thut ihr nicht desgleichen, da ihr keinen Centime Entrée zu bezahlen braucht? Wenn ihr Schurken mich nur“ wenigſtens mit einer Cigarre oder einem Mund voll Tabak erfreutet! Geiziges, ſelbſtſüchtiges Geſindel!“


