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Achtes Kapitel. Im Bagno.
Zunächſt traten zu den neu angekommenen Sträflingen etliche Schmiedegeſellen, wahre Cyklopen, herbei, um jene von der langen Kette und ihren Mitgefangenen zu befteien. Hierauf wurden ſie in ein anderes Gebäude geführt und in kleinen Trupps in ein Seitengemach gelaſſen, aus welchem bald allerlei Geräuſch: unwillige Schreie, rohes Gelächter, Plätſchern, Sprudeln und Waſſerrauſchen, ertönte. Endlich kam auch die Reihe des Einlaſſes an Heinrich von Wedell. In dem weiten Raum, den er betrat, erblickte er mehrere Bade⸗ wannen neben einander aufgeſtellt und eine Anzahl roth⸗ jackiger Sträflinge beſchäftigt, ihren neuen Kameraden die Haare glatt vom Haupte zu ſcheeren, ſie zu entkleiden und am ganzen Leibe tüchtig abzuwaſchen, was ſie eben mit nicht ſanften Händen ausführten. Mit Heinrich geſchah ein Gleiches. Von rohen Fäuſten gepackt und feſtgehalten, mußte er mit ſich vornehmen laſſen, was man wollte. Sein ſchönes, reiches Haar fiel unter den Schnitten der Scheere und ſein ganzer Körper brannte unter dem Abreiben mit einem groben Filz⸗ lappen. Zuletzt ſtürzte man ihm einen Eimer kalten Waſſers über das Haupt und den Leib, worauf das wie eine Feile kratzende Trocknentuch dem Waſchverfahren ein Ende machte.
Halb betäubt, von Froſt geſchüttelt, der bald einem heftigen


