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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Ihr preußiſchen Hunde ſprach Riquet giftig hättet ohne Ausnahme die Kugel vor den Kopf verdient. Er wendete ſich ab und Wedell durfte auf ſolche verletzende Rede keine gebührende Antwort zurückgeben! Welche harte Ueberwindung!

Auf dem weiteren Wege bemerkte Wedell, daß manche von den Gefangenen ihren Wächtern kleine Silberſtücke einhändigten, um ſich von ihnen dafür beſſere Nahrungs⸗ mittel oder kleine Ergötzlichkeiten einkaufen zu laſſen. Was nützte dem Leutnant ein Goldſtück, wenn er keinen Gebrauch davon machen wollte? Und er bedurfte der Stärkung ſo ſehr! Daher übergab Wedell den Napoleonsd'or dem Sergeant Macon, wobei er ſeine angenommene Rolle fortſpielte und ſein Anliegen in gebrochenem, mit franzöſiſchen Wörtern vermengtem Deutſch vorbrachte. Nun, Magon verſtand ſeinen Vortheil, indem er zwei Drittheile von dem empfangenen Gelde für ſich behielt und das eine Drittel für die Wünſche ſeines Gefangenen verwendete, der ſich dabei beſſer als ſeine Gefährten befand. Nach mehrtägiger, beſchwerlicher Wande⸗ rung ſahen die Gefangenen am fernen Horizont eine dunkle, ſchwarzblaue Wand in einer ſchnurgeraden Linie auftauchen, die einem winterſtarren Kiefernwalde glich. Etliche aber den Gefangenen belehrten ihre unwiſſenden Gefährten, der vermeinte Forſt das Meer und zwar der Kanal von Frankreich ſei, welcher daſſelbe von England trennt. Noch wußte Wedell nicht mit Gewißheit, welches neue Schickſal ihm zugedacht ſei. Bald jedoch ſollte er es zu ſeinem Ent⸗ ſetzen erfahren. S Wiederum gelangte man in eine Stadt, die unſoh 2