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Siebentes Kapitel. Die Wanderung.
Mehrere Monate waren vergangen. Während dieſer Zeit hatte man den Leutnant Heinrich von Wedell von einer fran⸗ zöſiſchen Feſtung nach der andern gebracht und zuletzt ihm ein Gefängniß zu Sedan zum Aufenthaltsort angewieſen, wo er bis zu Anfang des Jahres 1810 verweilte. Seit ſeiner Einkerkerung hatte er weder ſeinen Beſchützer Bedeau, noch deſſen kleinen Diener, Wilhelm Mettler, zu Geſicht be⸗ kommen. An einem kalten Januartage that ſich das Thor der Citadelle von Sedan auf, um eine Anzahl Gefangener herauszulaſſen, welche insgeſammt mit ſchweren Eiſenketten an einander gefeſſelt waren und von einer Anzahl Bewaffne⸗ ter begleitet wurden. Unter ihnen befand ſich auch der Leut⸗ nant von Wedell, der jetzt nichts weniger als einem ſchmucken, feuerigen und lebensfrohen Officier glich. Selbſt ſeine Klei⸗ dung deutete nicht mehr auf ſeinen frühern Stand hin und war für die Winterzeit eine ſehr dünne und mißliche. Seine ohnehin blaſſe Geſichtsfarbe wurde in der Kälte vollends todtenbleich und die unbedeckten Hände zitterten vor Froſt. Nicht beſſer ergings ſeinen Gefährten, welche einen erbärm⸗ lichen Anblick gewährten und einen ſchroffen Gegenſatz zu den warm bekleideten, wohlgenährten und mit Gepäck beladenen Kriegern bildeten. Der traurige Zug ſetzte ſich in Bewegung


