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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Fiel eine Verwundung vor? fragte Wedell den Knaben.

Zwei für eine! antwortete dieſer.Der Hauptmann bekam eine Kugel in die Achſel und Monſieur Bedeau einen Streifſchuß in die Seite. Aber er läßt ſich nichts von ſeinen Schmerzen gegen Sie merken und iſt ſeelenvergnügt darüber, daß er Sie vor dem Erſchießen errettet hat. Darum ſeien Sie doch nicht mehr böſe auf ihn, denn er meint's gewiß recht gut mit Ihnen.

Als hierauf Bedeau mit Wedell zuſammentraf, ſprach dieſer mit bewegter Stimme zu ihm, indem er ihm die Hand reichte und drückte:Bedeau, ich weiß Ihren Edelmuth gegen mich zu ſchätzen und danke Ihnen dafür; aber weit lieber hätte ich es geſehen, wenn Sie mir erlaubt hätten, den Tod mit meinen Kameraden theilen zu dürfen. Was ſoll mir ein Leben voll Schmach und Sclaverei?

Lieber Freund, verzweifeln Sie nicht erwiderte Bedeau herzlichoffentlich kommt noch eine Zeit, wo Sie anders denken und ſprechen werden. Haben Sie Geduld, Geduld!

ungläubig ſchüttelte Wedell das Haupt.