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Officiere fragten die Kämpfer, ob ſie ſich mit der einander gegebenen Genugthuung begnügen wollten? Auf die beider⸗ ſeitige Verneinung dieſer Frage wurden die Piſtolen auf's Neue geladen und die Wiederholung des Duells begann. Der Hauptmann bekam eine Kugel in ſeine linke Achſel und Bedeau einen Streifſchuß an der rechten Bruſtſeite. Nun waren die Kämpfer zufrieden geſtellt und reichten einander verſöhnt die Hände, was von Seiten Bedeau's mit offener Aufrichtigkeit und Herzlichkeit, von dem Hauptmann aber mit verbiſſener Wuth geſchah. Der Chirurg unterſuchte und verband die Wunden und ein bereitgehaltener Wagen führte ſämmtliche Theilnehmer des Zweikampfs nach Weſel zurück. Wilhelm marſchirte zu Fuße hinterdrein und mußte, da ſein Herr nicht gefallen war, die ihm anvertrauten Briefe wieder abliefern.
Da der Chirurg dem Leutnant Bedeau, wegen des zu befürchtenden Wundfiebers, auf das Strengſte die ſofortige Rückkehr nach ſeinem Standquartier unterſagte, ſo mußte Wilhelm allein dahin wandern. Er empfing, außer münd⸗ lichen Aufträgen an den befehlenden Unterofficier, ein kurzes Schreiben Bedeaus's an den Leutnant Heinrich von Wedell, in welchem jener dieſem mit wenig Worten das traurige Ende ſeiner Kriegsgefährten meldete. Ueber ſeinen Zwei⸗ kampf mit dem Hauptmann und deſſen Veranlaſſung ſchrieb er kein Wort. Eben ſo wenig hielt er es für nöthig, ſeinem kleinen Diener eine Erklärung darüber zukommen zu laſſen.
Kopf und Herz noch ganz voll von den furchtbaren Er⸗ lebniſſen des heutigen Tages, trat Wilhelm ſeinen Rückweg an. Es war ihm zu Muthe, als ſollte er gleichfalls todt ge⸗


