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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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den Officiere auf einem freien Platze des Gehölzes hin und

her ſchritten und Meſſungen an dem Fußboden vornahmen,

worauf ſie eine Linie auf die Erde zogen. Indem Wilhelm

dieſem Treiben aus der Ferne zuſah, hatte er kein Arges da⸗

bei. Nur erſt, als die Officiere zwei Paar Piſtolen zum Vor⸗

ſchein brachten, ſolche mit Pulver und Kugeln luden und ſo⸗

wohl den Hauptmann als auch den Leutnant Bedeau eine

davon auswählen ließen, begann ein dunkles Gefühl von

einem bevorſtehenden Unglück in ſeiner Bruftſich zu regen. Jetzt

ſtellten ſich beide Piſtolenträger an einem bezeichneten Punkte

vor der Linie auf, ſo daß ſie in ziemlicher Weite ſich einander gegenüber befanden. Jeder von ihnen hatte einen der frem⸗

den Officiere neben ſich, jedoch außerhalb der Schußlinie.

Auch dieſe hielten ſcharf geladene Piſtolen in der Hand und beobachteten mit ſcharfen Blicken den Gegner des Andern. Bedeau und der Hauptmann erhoben ihre geſpannten Piſto⸗ len und gegenſeitig auf einander zielend, näherten ſie ſich mit mäßigen Schritten der am Erdboden gezogenen Linie bis auf etwa ſechs bis acht Schritte.

Bei dieſem Anblickſtieg dem Knaben das Haar zu Berge. Daß dieſes Verfahren kein bloßes Spiel ſei, ſagte er ſich aus dem ihm gewordenen Auftrage ſeines Herrn. Aber wa⸗ rum geſchah das, da doch beide Gegner Franzoſen und dem⸗ nach Freunde waren?

Jetzt blitzte es aus Bedeau's Piſtole und gleich darauf auch aus der des Hauptmann's. Dieſem fiel der Hut, von Bedeau's Kugel durchbohrt, vom Kopfe, während Bedeau unverletzt in dem verſtiebenden Pulverdampfe daſtand. Hier⸗ auf traten die vier Herren zuſammen und die w frenden