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Pulverdampfes ſah man ſie, leblos neben⸗ und übereinander gebettet, auf der blutgetränkten Erde liegen. Doch— es regt ſich unter den Todten! Von rothem Blute übergoſſen und ſchrecklich anzuſehen, erhebt ſich ein junger Mann mit Mühe über die gefallenen Gefährten. Nur ſein rechter Arm hängt zerſchmettert am ſonſt unverletzten Körper.
„Feile Tyrannenknechte!“ ruft er zürnend ſeinen Hen⸗ kern zu—„Zielt beſſer, wenn ihr ein deutſches Herz treffen wollt!“ Und kühn und ſtolz, bietet er Bruſt und Haupt den feindlichen Kugeln dar. Wiederum erſchallt das Kommando⸗ wort. Blitz, Kugelpfeifen, Donner und Dampf erneuern ſich und todt in den Staub geſtreckt liegt auch die letzte deutſche Kriegergeſtalt!
Wilhelm ſchluchzte krampfhaft an Bedeau's Seite, wäh⸗ rend dieſer ſtumm und finſter darein ſchaute.
Die zwölf blutigen Leichen wurden in das ihnen bereitete Grab gebettet und daſſelbe zugeſcharrt. Dann kehrte der franzöſiſche Kriegerhaufe unter munter klingendem Trommel⸗ ſchlag in die Stadt zurück. Der Volkshaufe verlief ſich, eine Kundgebung ſeiner Gefühle aus Furcht unterlaſſend. Leut⸗ nant Bedeau dagegen ſuchte den Hauptmann auf, mit wel⸗ chem er ſich vor zwei Tagen wegen Heinrichs von Wedell geſtritten hatte. Beide verließen nach kurzer Unterredung in Begleitung noch zweier franzöſiſcher Officiere und eines Chirurgen die Stadt und ſuchten in deren Nähe ein kleines Gehölz auf. Hier bemerkte Wilhelm, welchem ſein Herr vor⸗ her mehrere Briefe eingehändigt und dem Knaben geſagt hatte:„Wenn ich falle, das heißt, wenn ich ſterben ſollte, ſo trägſt du dieſe Briefe auf die Poſt“— daß die beiden frem⸗


