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Fahrzeuge mit vollgebläheten Segeln und trieben das grün⸗ liche Waſſer gekräuſelt vor ihrem ſcharf einſchneidenden Kiel dahin. Und gelangten die Fahrzeuge zur Stadt Weſel, ſo ſchrie das übermüthige Schiffsvolk aus vollem Halſe gegen die Häuſerreihen:„Wie heißt der Bürgermeiſter von Weſel?“ Und„Eſel!“„Eſel!“ antwortete das ſpottende Echo von den Bergen und das wiehernde Gelächter der Rufer folgte darein.
Dumpfer, bemeſſener Trommelſchlag, der aus der Stadt ertönte und näher kam, zog die Aufmerkſamkeit nicht blos unſrer beiden, ſondern ſämmtlicher Wandrer auf ſich. Bald ward ein Trupp franzöſiſcher Krieger ſichtbar, der ſich außer⸗ halb der Stadt ſeitwärts ſchwenkte und auf einem freien Platze ſich aufſtellte. Eine Menge Volks, das den Kriegern gefolgt war, blieb in einiger Entfernung halten und blickte mit ſcheuen, ängſtlichen und bekümmerten Mienen auf das Gebahren der Franzoſen hin. In deren Mitte erkannte Wilhelm mit Staunen, das bald in Erſchrecken überging, jene zwölf Offiziere wieder, mit welchen ſich zu vereinigen Herr Heinrich ſo ſehnſuchtsvoll gewünſcht hatte. Eine tiefe und weite Grube in der Nähe mit hoch aufgeworfener Erde deutete an, was man mit den Gefangenen beabſichtigte. Dieſe hatte nicht die Todesfurcht, ſondern die längere Haft, ſchmale Koſt und vor Allem der bittere, freſſende Gram über die vereitelte Befreiung Deutſchlands bleich und abgezehrt gemacht. Aber ungebrochener Muth, kalte Todesverachtung und unbeſiegbarer Haß gegen Deutſchlands Unterdrücker glühten düſter in den Augen der dem Tode geweihten Männer. Wohl ſoll der Chriſt nicht mit haßerfüllter Bruſt aus dieſem


