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ſollte ich mich deshalb mit allen Generalen der kaiſerlichen Armee überwerfen müſſen.“
Als Wedell fortfuhr, mit Bitten in Bedeau einzuſtür⸗ men, verſetzte dieſer kurz und ſich abwendend:„Parbleu! nichts ſoll mich von meiner Pflicht entfernen. Ich weiß, was ich zu thun und zu laſſen habe. Kein Wort weiter!“
Da knirſchte Wedell mit den Zähnen und in ſeiner Bruſt
ſtieg der alte Franzoſenhaß mit aller Bitterkeit auch gegen ſeinen bisherigen Beſchützer Bedeau auf, der ihm einen ſo leicht zu erfüllenden Liebesdienſt verſagte. Sein finſteres Geſicht, ſowie die gehäſſigen Mienen deſſelben, verriethen dem Franzoſen, welche Geſinnungen ſein Schützling jetzt gegen ihn hege. Aber er ließ ſich hierdurch nicht beirren oder in ſeinen Vorſätzen wankend machen.
Die zwölf deutſchen Officiere nahmen auf nimmer Wieder⸗ ſehen von ihrem Kameraden Abſchied. Da ſie ſolches weder durch Umarmungen, noch durch Händedrücke thun konnten, ſo geſchah es durch kurze gegenſeitige Ausrufe, durch Kopf⸗ nicken und liebevolle Blicke.
Nachdem Wedells Gefährten fort waren, verſank dieſer in ein finſteres, ſchwermuthsvolles Schweigen, das ihn die dargereichte Nahrung verſchmähen ließ und auch in dem ihm
angewieſenen Gewahrſam fortwährte.
Mit ihm zugleich ſchmollte Wilhelm Mettler gegen den ſo ſtarrſinnig ſich bewieſenen Bedeau.
„Hat mein Herr nicht mehr wie Hundertmal geſagt, daß er Herrn Heinrichs Freund ſei?“ murmelte der Knabe vor ſich hin.—„Und jetzt thut er ihm nicht einmal den kleinen Gefallen? Ja, ja, meine Großmutter hat Recht, wenn ſie


