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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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und der Hauptmann kirſchroth vor Zorn. Dieſer befahl mit kurzen, barſch hervorgeſtoßenen Worten den ſofortigen Auf⸗ bruch des Wagenzugs, jener dagegen, daß die ihm vertrau⸗ ten Gefangenen in dem Städchen bleiben und in ſichern Gewahrſam gebracht werden ſollten.

Dieſe Anordnungen verſetzten den Leutnant von Wedell in die größte Beſtürzung.

Ach liebſter Bedeau hob er zu ſeinem Beſchützer anwarum ſoll ich das Schickſal meiner Kriegskamera⸗ den nicht theilen dürfen? Ich habe ja Gleiches gethan, wie ſie, und darum daſſelbe Urtheil zu gewärtigen. Erzeigen Sie mir die einzige Liebe und bitten Sie den fremden Haupt⸗ mann, daß er mir geſtatte, mich mit meinen Schickſalsge⸗ ſihrten zu vereinigen. 3

Das iſt auch ſein Wille antwortete Bedeau finſter nh ich gebe hierzu meine Einwilligung nicht.

O Bedeau! rief Wedell ſchmerzvoll ausSie, dem ich mein Leben danke, könnten ſo grauſam ſ ſeinz Bei Ihrer Freundſchaft für ſ6 bei Allem, was Ihnen theuer iſt, beſchwöre ich Sie, Ihre Weigerung aufzugeben. Ver⸗ ſagen Sie einem, dem Tode entgegen Gehenden die letzte, heißeſte Bitte nicht.

Eben darum thue ich es nicht verſetzte Bedeau feſt. Ich weiche nicht ein Haar breit von dem mir ertheilten Befehle ab, welcher dahin lautet, daß ich meine Gefangenen nach Frankreich abführen ſoll. Sie haben ſonach eine andere Beſtimmung als jene zwölf Unglücklichen, die mein Kamerad nach Weſel zu ſchaffen hat. So lange ich nicht ſchriftlichen Gegenbefehl erhalte, bewendet es bei der erſten Ordre, und

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