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tagsbrot einnehmen. Während der Zubereitungen hierzu bat der preußiſche Leutnant den Knaben um einen Trunk friſchen Waſſers, welches in reicher Fülle und einladend aus einem nahen Röhrbrunnen hervorſprudelte. Indem Wilhelm eine blecherne Feldflaſche voll laufen ließ, bog um die nächſte Marktplatzecke ein zweiter Wagenzug und zwar von der ent⸗ gegengeſetzten Richtung her. Nach der franzöſiſchen Bewa⸗ chung und dem Ausſehen derer zu ſchließen, welche auf den drei herannahenden Wagen ſaßen, waren dieſe gleichfalls Gefangene und zwölf an der Zahl.
In der Secunde, da Heinrich, der preußiſche Leutnant, mit vollen Zügen aus der ihm von Wilhelm dargereichten Feldflaſche trank, ertönte plötzlich der mehrſtimmige Ruf: „Wedell! Wedell!“ Betroffen blickte Heinrich auf. Die Feldflaſche entfiel ſeinen Händen und in der höchſten Auf⸗ regung entglitt ein Ha! ſeinen Lippen. Nach ſchnellem Um⸗ herblicken miſchte ſich ſein Ruf:„Kameraden! Kameraden!“ in den der fremden Gefangenen, welche wiederholt„Wedell! Heinrich! Wedell!“ ausriefen. Die Gefangenen insgeſammt ſtrebten, ſich von ihren Sitzen zu erheben, was ihnen aber, der gefeſſelten Arme und Beine wegen, nicht gelang. Die franzöſiſchen Wächter dagegen, welche einen Fluchtverſuch oder eine Empörung ihrer Gefangenen befürchteten, bedrohe⸗ ten dieſelben mit ihren Flintenkolben und mit dem augen⸗ blicklichen Erſchießen, wobei ſie abwechſelnd fluchten und Ruhe geboten. Ueber dieſen Lärm betroffen, eilten die Be⸗ fehlshaber der beiden Wagenzüge herbei, welche in das Haus des Bürgermeiſters getreten waren. Sie geriethen bald mit
einander in einen immer heftiger werdenden Wortwechſel, 4*


